21 km
Nebelsee.

Als Alternative, wenn wegen starken Windes die Müritz nicht befahren werden kann, bietet sich die Tour zum Nebelsee an.
Wir legen Richtung Süden ab und unterqueren die Brücke der B198.

Nach wenigen Minuten öffnet sich der Kanal und wir steuern steuerbord Richtung Schleuse. Um die Wartezeiten zu verkürzen, besteht die Möglichkeit die rund drei Meter Höhendifferenz mit der Bootsschleppe zu überwinden.
Die Fahrt setzt sich durch den knapp zehn Kilometer langen, 1935 angelegten Kanal fort.Der Kanal war seinerzeit Voraussetzung, um die Wasserstraße wirtschaftlich nutzbar zu machen. Nach Fertigstellung konnten Lastkähne bis zum „Plauer Maß“ die Route nutzen. Trotz der künstlichen Anlage wirkt der Abschnitt naturnah. Die Ufer sind stellenweise von Schilfgürteln gesäumt, dahinter wechseln sich lichte Wälder, Wiesen und gelegentlich einzelne Gehöfte ab.
Besonders in den schmaleren Abschnitten entsteht schnell das Gefühl, mitten durch die Landschaft zu gleiten, fernab von Straßen und Ortschaften. Immer wieder eröffnen sich kleine Ausblicke auf offene Wasserflächen, die das Rudern abwechslungsreich gestalten.
In der Nähe von Lärz wird die Umgebung etwas offener. Der Ort selbst liegt etwas abseits des Wassers, ist aber durch vereinzelte Bauten und Stege wahrnehmbar.
Auffällig ist in diesem Bereich auch das Gelände des Flugplatzes Lärz-Müritz, das wir aus der Distanz passieren. Trotz dieser infrastrukturellen Nähe bleibt der Charakter der Fahrt ruhig und landschaftlich geprägt.

Hinter Lärz wird die Strecke besonders idyllisch. Der Wasserlauf schlängelt sich durch flache Uferzonen, stellenweise sehr schmal und von dichtem Grün eingerahmt. Alte Erlen, Birken und Kiefern prägen das Bild,
oft spiegeln sich Himmel und Bäume im ruhigen Wasser. Die „kleine Müritz“ ist fast erreicht, das Wasser kann hier bei Wind durchaus kabbelig sein. Wir halten uns backbord und fahren Kurs Süd in den Müritzarm. Wir passieren Alt Garz und nutzen die nächste Möglichkeit backbord in den Thüren zu steuern.

Die Ufer sind überwiegend naturbelassen, teilweise bewaldet, und vermitteln eine abgeschiedene, fast schon intime Atmosphäre. Hier ist deutlich spürbar, wie stark die Region vom Wasser geprägt ist und wie harmonisch sich Natur und Rudersport verbinden lassen.Hier halten uns am westlichen Ufer.
Nachdem die Brücke Buchholz passiert wurde, sind wir am Ziel. Der Nebelsee bildet den landschaftlichen Höhepunkt und zugleich den Abschluss unserer Etappe. Nach der engen Zufahrt öffnet sich der Blick auf eine ruhig daliegende, vergleichsweise übersichtliche Wasserfläche.
